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Samstag, 27. Juni 2009, ab 18 Uhr Marathon-Lesung, Kirchgemeindehaus Paulus Bern/Platanenhof

 

   



Am Anfang war das Wort! 

 

An der Marathon-Lesung mit dem Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein aber geht es um viele Wörter. 
Dreißig Autorinnen und Autoren lesen selbst gewählte Texte aus ihren Büchern. Literatur … irgendwann, zwischendurch … kurz oder lang.

 

Direkter Link  

 

18.05.2009

Aus der Provinz ins Provinz

 

 


Lesungen sind ja immer so 'ne Sache. Wer einen Hang zur Selbstdarstellung hat, wird sie sicher lieben. Ich selbst bin wohl eher der klassische Schreiber, der lieber im Stübchen sitzt und sich die Emotionen vorstellt, die seine Texte auslösen können. Dass Fantasie und Realität dabei nicht immer deckungsgleich sind, spielt eher eine sekundäre Rolle. Scherz beiseite. Natürlich ist eine Lesung die beste Art, sich dem „Endverbraucher“ zu stellen, und wer Literatur seriös betreiben will, kommt auch nicht umhin, seinem inneren Feigling mal tüchtig die lange Nase zu zeigen und sich in die Höhle des Löwen zu wagen. Besagte Höhle war am 4. Oktober 2008 das Café Provinz in Berlin-Neukölln.

Wir – sieben Dichterinnen und Dichter aus dem Literaturforum Worttümpel – waren natürlich viel zu früh dort, was der Nervosität einiger nicht sehr zuträglich war. Worte wie ‚Wodka her!’ oder ‚ich schließe mich im Klo ein!’, machten die Runde. Und ich selbst, die normalerweise ein veritables Nervenbündel vor Lesungen ist, kam, in meiner seelsorgerischen, aufmunternden und beruhigenden Tätigkeit ringsum, gar nicht dazu, nervös zu sein oder zu werden. Es ist vermutlich eben doch ein Unterschied, ob man sich ganz allein zum Affen macht, oder ob man dazu noch sechs Helfer zur Seite hat.

Aber weit gefehlt! Wir „Affen“ machten das ganz hervorragend respektive mit einer Nonchalance, die dem anwesenden Publikum, das für einmal nicht ausschließlich aus Familienangehörigen bestand, sehr zu gefallen schien. Jedes Gedicht erhielt separaten Applaus; zustimmende Zwischenrufe bei einigen - etwas

Nico Quast Nico Quast

direkteren Texten - waren zu hören; gelacht wurde an den richtigen Stellen und größere Hänger hatte kein einziger der Lesenden.

Am Ende war die kleine Showeinlage, die wir einstudiert hatten, sogar der krönende Abschluss der zweistündigen Lesung. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich mich vermutlich langsam vom schreibenden Einsiedler, nein, nicht zur Rampensau!, aber doch zu einer überzeugenden Vorleserin ihrer eigenen Werke gemausert habe. Natürlich hatte ich auch den Bonus der charmanten Dialektissima. Jemand hat am Ende sogar den Wunsch geäußert, dass ich doch das nächste Mal ein Gedicht in Schweizer Mundart vortragen solle. Aber sadistisch bin ich dann doch nicht.

Das Resümee des Abends ist also: Berlin ist stets eine Reise wert ... oder, in Anlehnung und kleiner Anpassung des Leonard Cohen Lieds, first we take Berlin, then we take Manhatten! 

Was die Fotos anbelangt, das sind leider nur ein paar meiner Schnappschüsse. Sobald ich die Bilder der anwesenden Fotografin erhalte, werde ich sie Euch aber natürlich nicht vorenthalten.


09.10.08

Lesung in Berlin

Am Samstag, 4. Oktober 2008, ab 20:00 Uhr, öffnen sich die Türen des Café Provinz in Berlin-Neukölln für die Dichterinnen und Dichter des Literatur-Forums ‚Worttümpel’. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich für einen Moment in die Welt der Poesie entführen.   




Es lesen:  

Nico Quast, Jahrgang 1978, ist Drittgeborener und dauerhaft semi-untalentiert, bisher gelangen 2 lyrische Veröffentlichungen im kari-kani Verlag, lebt und arbeitet als freier Journalist in Dresden.

Simone Keil, Großhandelskauffrau, Jahrgang 1971, schreibt seit zwei Jahren Lyrik und Prosa, die sie durch ihren Blog 'Hinter den Spiegeln' und in diversen Internetforen publiziert. Sie lebt mit ihrem Sohn zusammen in Hessen.

Matthias Borchelt, Jahrgang 1965, 4. von 5 Söhnen, verheiratet, vier Kinder. Aufgewachsen bei Hannover, Flegel- und Gründerjahre in Berlin, wohnhaft in der Nähe Hamburgs. Trotz Abitur bewusst keine akademische Ausbildung, daher auch weiterhin von fundierten Kenntnissen freier Moraläst und Kritimist. Provoziert gern und lässt sich gerne provozieren.

Margot S. Baumann, Jahrgang 1964, schreibt seit über 20 Jahren Lyrik und Prosa. Bis jetzt sind von ihr 5 Lyrikbände und 2 Anthologien erschienen. Im Herbst kommt ihr erster Roman 'Rigantona' als Taschenbuch auf den Markt. Margot lebt und arbeitet in der Schweiz.

Oliver de Carvalho Gomes, Jahrgang 1971, Rechtsanwalt, lebt und arbeitet in Berlin. Schreibt seit ca. 20 Jahren bevorzugt formgebundene Gedichte. Abgesehen von einigen Veröffentlichungen in Lyrik - Anthologien publiziert er vor allem in Internetforen.

Inka Ricarda Jung, 1976 in Berlin geboren, seit 1999 in Bremen ansässig, hat einen Sohn, studiert Geschichte und Germanistik, schreibt Lyrik und jobbt als ehrenamtliche Seelsorgerin und Horterzieherin, Achtung: hardcore-katholisch!

Gunter Scholtz, 38 Jahre, recht groß geworden in Berlin, schreibt sich hier und da durchs Internet, vor allem in Form von Lyrik und Kritik daran. Und er liest auch gerne mal vor. Ansonsten ist er Ingenieur, IT-Heini und schwanger.

Wir freuen uns auf Sie!

 

02.09.08

 


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