1. Preis in Tanja Kinkels Schreibwerkstatt / Zeitraum 09.2008 – 01.2009
mit dem Beitrag ‚Der Skarabäus’.
02.03.2009

11. Berner Lyrikwettbewerb 2008
Am 27. Januar 2009 war die Preisübergabe des 11. Berner Lyrikwettbewerbs der Firma Stauffacher Buchhandlungen AG, bei dem ich mit dem Gedicht ‚Gebet
eines Zweiflers’ den 2. Platz belegte.
29.01.2009
"Ich wusste, wo sich das Museum in Edinburgh befindet, obschon ich zum ersten Mal nach Schottland gereist war", erzählt Margot S.Baumann, 44. Dieses und weitere Déjà-vus brachten die Autorin und Herausgeberin von Gedichten auf die Idee für ihren ersten Roman, "Rigantona". Er handelt von der Schweizerin Rina, die in Schottland Zeugin wird, wie ein Gruppe Menschen auf mysteriöse Weise verschwindet.
Seit vier Jahren schreibt die gelernte Zahnarzthelferin aus Kappelen an dem Roman. "Hauptberuflich arbeite ich in der Verwaltung der reformierten Kirche Bern", so die alleinerziehende Mutter einer 13-jährigen Tochter. Im Dezember erscheint ihr Werk im Bieler Verlag kari-kani.
mb
Deutsche Autorin belegt 2. Platz im 16. Internationalen Autoren-Wettbewerb!
Herzlichen Glückwunsch an Margot Baumann, deren Werk "Memento Mori!" als Beste deutschsprachige Einsendung den 2. Platz des 16. Internationalen Writemovies.com Wettbewerbes gewann! 'Ein Autor, der als Kind seinen Vater mit einem Wespennest getötet hat, bringt ein Flugzeug zum Absturz, in dem sich 150 der bedeutendsten Schriftsteller aufhalten. Eine Journalistin kommt ihm auf die Schliche und bringt sich damit selbst in grosse Gefahr...'. Margot Baumann schreibt seit vielen Jahren Lyrik und Prosa und hat bereits mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet im Kanton Bern und ist Mitglied des Berner Schriftstellervereins. Interessierte Verlage und Produktionsfirmen können über litmanagement@atalentscout.com mit ihr Kontakt aufnehmen.
Anmerkung der Autorin:
Ist ja nicht so schlimm, dass man mein ‚S’ vergessen hat und aus mir eine Deutsche macht. Im Zuge der Globalisierung wollen wir mal nicht so kleinlich sein.
Zofinger Tagblatt
dichtungsArt
Rezensionen
(Zofinger Tagblatt vom 17. Mai 2005)
Unbekannte Stimmen aus der Welt der Gedichte
Studen. Handgebundene Bücher aus dem Verlag kari-kani
Das diesjährige Programm des Verlages kari-kani konzentriert sich erstmals auf ein weiteres Spektrum, befasst sich aber in der Hauptsache mit Lyrik. Margot S. Baumann schuf mit "wortgestöber" eine Plattform für bislang unbekannte Stimmen aus der Welt der Gedichte. Sie beweist mit ihrem neusten Band, dass das gereimte Gedicht noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mal locker und schelmisch, mal tief bewegt oder philosophisch; ein anderes Mal traurig, reflektieren ihre Texte Neues, Altes oder Bestehendes aus dem Leben. Selbst Gestalten und Situationen aus der Geschichte finden ihren Platz.
Die kühle Brise Lyrik, welche Baumann präsentiert, findet Gefallen in den Wortbildern und pointiert beobachteten Begebenheiten. Eine erfrischende Sammlung mit 50 neuen Gedichten bringt die Leserin und den Leser zuweilen zum Schmunzeln, viel häufiger aber zum Nachdenken (zt)
Margot S. Baumann, dichtungsArt - anders geblieben, 50 Gedichte, bibliophile Ausgabe, signiert, illustriert, 68 Seiten, Studen 2005, Verlag kari-kani
Unverbrauchte Stimmen der Lyrik
wortgestöber - 23 Lyrikerinnen und Lyriker kommen zu Wort
Der Verlag kari-kani in Studen ist bestrebt, junge Künstler im Bereich der Prosa und Lyrik zu fördern und ihnen eine Chance zu geben. So finden in "wortgestöber" 23 Lyriker und Lyrikerinnen aus Deutschland und der Schweiz einen ersten Hafen, der ihr Können präsentiert. Margot S. Baumann, Herausgeberin, hat diese Sammlung neuer Texte zusammengestellt: Ein Podium, das diese unverbrauchten Stimmen erstmals in ein raumfassenderes Licht rückt.
Der Verlag kari-kani ist ein Kleinverlag, dessen Bestreben es ist, mit jungen Autorinnen und Autoren neue Impulse zu schaffen und so zeitgenössisches Denken einem breiteren Publikum zu unterbreiten. Sei dies in der Form von Gedichten, Kurzgeschichten oder Romanen.
Alle Werke des Verlages sind handgebunden. Gegründet wurde der Verlag 2002, als mit "Wind und andere Gedichte" der erste Band der Schweizer Lyrikerin Margot S. Baumann erschien. (K.P.)
wortgestöber, hrsg. von Margot S. Baumann, 64 Gedichte, illustriert, 80 Seiten, bibliophile Ausgabe, Studen 2005, Verlag kari-kani
Kurze NebelschwadenKurze Nebelschwaden
(Grenchner Tagblatt vom 17.02.04)
Gedichtband - Ab März in der Buchhandlung
Margot S. Baumann hat einen neuen Gedichtband zusammengestellt: "Gewitter - Gedichte aus der Nebelzone des Lebens". Das Buch der im Seeland wohnhaften Autorin ist ab März in den Buchhandlungen erhältlich.
von Vanessa Simili
"Gewitter - Gedichte aus der Nebelzone des Lebens" heisst der neue Gedichtband von Margot S. Baumann. Wie der Titel verrät, bringt die im Seeland wohnhafte Autorin in ihren Gedichten Empfindungen auf Papier, die sich besonders in schattigen Momenten des Lebens in ihr breit machen. Dass sie von Erlebtem schreibt, spricht aus jedem Gedicht. Dadurch, dass Baumann ihre Themen aus dem Leben greift, vermag sie mit vielen ihrer Gedichte den Leser anzusprechen. Und nicht selten überkommt den Leser das Gefühl, sie beschreibe Momente aus der Nebelzone des eigenen Lebens.
Inhaltlich sec, braucht Baumann eine weiche Sprache. So, als würde sie einen grauen, kalten Stein in ein Moosbett legen. Die 40 Gedichte scheinen in eine Melancholie-Wolke gehüllt zu sein, die hie und da gar die Gestalt einer mit Bitterkeit beladenen Nebelschwade annimmt. Trotzdem wirken die Gedichte nicht bedrückend. Vielmehr bieten sie einen Einstieg zu eigenen Reflexionen.
In einem zweiten Teil sind auf 14 Seiten Aphorismen abgedruckt; einerseits geistreiche, knapp formulierte Gedanken der "ernsteren Sorte", wie sie Baumann selbst bezeichnet und zum Schluss solche "mit einem Augenzwinkern". Beispielsweise: "Wer stets alle in den Schatten stellt, wird bald der einzige mit einem Sonnenbrand sein."
Der 69-seitige Gedichtband, farbig illustriert von Verleger Steve L. Krebs, erscheint im Spezialverlag kari-kani. Die signierte, handgebundene Ausgabe ist ab März dieses Jahres in den Buchhandlungen erhältlich.
Über die Autorin
Margot S. Baumann, 1964 im Kanton Aargau geboren, lebt seit 1983 im Seeland im Kanton Bern. Früh in ihrem Leben begann sie, eigene Gedanken zu formulieren und in Gedichte zu verfassen. 2002 hat sie im Verlag kari-kani mit der Gedichtsammlung "Wind und andere Gedichte" ihren ersten Band veröffentlicht. Seither sind zwei weitere Bücher erschienen, "Reise und andere Gedichte" sowie ein Balladenbuch, beide im genannten Verlag.
Bieler Tagblatt
Des Ritters ohnmächtige WutDes Ritters ohnmächtige Wut
(Bieler Tagblatt vom 25.02.04)
Kostbarkeiten, die den Bücherliebhaber erfreuen, entstehen derzeit still und leise im Seeland. Ein ortsansässiger Kleinverlag bringt Werke einer ebenfalls in der Region beheimateten Lyrikerin heraus.
von Christophe Pochon
Der alternde Ritter muss in den Kampf gegen einen Furcht erregenden Drachen ziehen. Der argwöhnische König hat diesen Einsatz seines Untergebenen aus einer puren Laune heraus verlangt, als Beweis der Treue gegenüber dem Herrscher. "Die letzte Schlacht", nennt die in Worben lebende Lyrikerin Margot S. Baumann ihre Ballade, die den Auftakt bildet zu einer kleinen Anthologie von Gedichten dieser Art. "Das Balladenbuch" ist in einem kleinen Seeländer Spezialverlag für handgebundene Bücher, einem Einmannbetrieb, erschienen (vgl. Kasten).
Scheitern an Ehrbegriffen
Der Ritter gibt sich in Bezug auf den Charakter seines Herrn keinen Illusionen hin. Im Unterschied zu dessen Vater ist der König ein Diktator. Aber dem zum Kampf Gedrängten stehen seine Ehrbegriffe im Wege: Ein Treuegelöbnis hindert ihn daran, sich dem unsinnigen Befehl zu widersetzen.
Die Unfähigkeit zur freien inneren Entscheidung, zur Auflehnung gegen Willkürakte einer Obrigkeit - vielleicht auch aus einer altersbedingten Resignation heraus: Margot Baumann behandelt hier ein zeitlos aktuelles Thema. Gekleidet in die spannende Form einer Ballade, deren Kennzeichen darin besteht, dass sie einem dramatischen Höhepunkt entgegentreibt. Der Text von Baumann gipfelt darin, dass der Einsatz des Ritters zum Fanal für eine gesellschaftspolitische Entwicklung wird.
Auf die Idee, einen Stoff mit den Mitteln der Ballade zu verarbeiten, erst noch in gereimten Strophen, sei sie nicht selber gekommen; die Anregung stamme vielmehr von Stefan Krebs, dem Inhaber und Betreiber des Kleinverlages. Die Schwierigkeit beim Schreiben bestand für Margot S. Baumann in der Unvereinbarkeit zwischen dem modernen Wortschatz und der Epoche, in der sie beispielsweise "Die letzte Schlacht" angesiedelt hat. Doch sie hat, wie sie in einem Gespräch über ihre Poesie verriet, Spass dabei gefunden, die Sprache der jeweiligen historischen Zeit oder etwa der Welt der Naturgeister, die sie beschwört, anzupassen. "Was soll ich töten diesen Drach? / Er mir doch selbst so ähnlich schon, / Er wird wohl seine Brut bewachen, / So wie ich meine Frau und Sohn." Mit diesen Zeilen wird die Gedankenwelt eines Menschen aus dem Mittelalter sichtbar gemacht. Die Vertrautheit mit der Geschichte ist durch die Literatur gewachsen: "Von den historischen Balladen von C.F. Meyer oder Schiller war ich immer fasziniert; wir hatten in der Schule einen Lehrer, der diese Neigungen förderte."
Ist ihr jeweils zum voraus klar, worauf sie hinaus will? "Ich setze mich nicht an den Schreibtisch und kenne den Schluss. Meine Handlungen entwickeln sich beim Schreiben. Plötzlich ereignet sich eine Wendung, die mich selber überrascht."
Überfischung der Meere
Das Ergebnis darf sich sehen lassen: Sie weiss beispielsweise auch spezifische Gefahren unserer Zeit wie die Zerstörung natürlicher Grundlagen balladesk zu behandeln. Zu erleben beim Titel "Das Versprechen". Die Fischer stellen allmählich fest, dass die Fanggründe, die ihnen ein bescheidenes Einkommen garantierten, leer sind. Baumanns dramatisches Gedicht setzt sich mit der Überfischung der Meere, dem Aussterben der Fischerdörfer durch den Verlust der Existenzgrundlage, auseinander.
"Auslöser war eine Fernsehsendung über den Walfang durch Japan und Norwegen. Ich finden den Wal ein sehr schönes Tier; die Geschichte hat mich selber auch stark berührt."
Seelische Empfindungen sind in ihrer Poesie sehr gut zu spüren, die jenseits der Balladen entstanden ist. In "Kinderglück" im Band "Reise und andere Gedichte" scheinen die eigenen Erlebnisse der 1964 in Leutwil im Kanton Aargau geborenen Margot Baumann eingefangen zu sein, ha sie doch nach ihren eigenen Worten eine sehr schöne Kindheit verlebt. "Bunte Murmeln, Glatte Steine. / Schnur aus Perlen. Farbig Glas. (…) Erste Liebe. Barfuss laufen. / Gute Noten. Saure Drops. / Spielzeugläden. Selber kaufen. / Videos und Rumgehops." Doch: "Das Gedicht 'Kinderglück' ist eher für meine Tochter entstanden, die soeben neun Jahre alt wurde. Sie steht jetzt mittendrin. Ich wollte aufschreiben, was für sie jetzt wichtig ist."
Baumann möchte ohnehin nicht, dass ihre Gedichte alle als autobiographische Momentaufnahmen gedeutet werden ("ich will nicht mein Innerstes nach aussen kehren"); auch Eindrücke nicht nur aus Filmen, sondern auch aus Liedern finden ihren Niederschlag in den Versen. Und wichtig sind in diesem Zusammenhang weiter die Einblicke in Schicksale, die ihr der Beruf in Bern - sie ist zu 60 Prozent Verwaltungsangestellte der Reformierten Kirchen Bern/Jura/Solothurn und führt viele Gespräche mit Pfarrern und Angestellten - gewährt.
Dass sie in einzelnen Poesiestücken eigene Lebenserfahrungen verwertet hat, zeigt sich, als sie auf Schöpfungen angesprochen wird. "Alte Freunde": die Entfremdung von Gefährten aus der Schulzeit, "Der letzte Gang": nach dem Tod einer Tante Reue über unterlassene Besuche.
Das Leben geht weiter, und Margot S. Baumann hat auch Träume. Jenen, einmal einen Roman zu schreiben, "Ein Buch mit einer abgeschlossenen Geschichte." Aber mit Kind und Partner - der Vater der Neunjährigen - im gemeinsamen Haushalt, mit Hund und Beruf sowie weiteren Hobbys neben dem Schreiben ist sie ausgelastet. Der nächste Schritt ist für sie wohl die Veröffentlichung von Kurzgeschichten, die auf der Homepage des Verlages bereits abrufbar sind (vgl. Kasten). Aber über all den Plänen will sie die Lyrik nicht vernachlässigen, die ihr ganz besonders am Herzen liegt. Die Vermutung ist nicht so weit hergeholt, dass angesichts der Fülle politischer Ereignisse unserer Tage die eine Variante, die Ballade, eine Fortsetzung erfahren wird.
Bibliographie: "Wind und andere Gedichte", "Reise und andere Gedichte", "Gewitter - Gedichte aus der Nebelzone des Lebens", "Das Balladenbuch".
cbp. Ein seltsamer Name für einen Kleinverlag im Seeland, der die Bücher von Margot S. Baumann verlegt: kari-kani. Alleininhaber und -betreiber Stefan Krebs erläutert: "kari" ist der japanische Name für Graugans, "kani" jener für Krebs. Der Titel eines Gedichtes von Baumann und sein eigener Geschlechtsname haben zu kari-kani geführt. Der über Kenntnisse in japanischer Kultur und Sprache verfügende, in der Bundesverwaltung tätige Krebs zügelt seinen Verlag gegenwärtig von Busswil b. Büren nach Studen. Der bald 34-jährige Verfasser von Romanen, Kurzgeschichten und Novellen hat die Bücher von Baumann, seiner bisher einzigen Fremd-Autorin, persönlich von Hand gebunden. Er ist auch für die Illustrationen verantwortlich - mit Bleistift und Tusche bisher oder neu auch auf dem Computer gemalt. Ihn beflügelt die Liebe zum Buch; er vergiesst Herzblut für kari-kani und über die Rentabilität will er später nachdenken.
Aus der Nebelzone
Aus der Nebelzone
(Biel-Bienne vom 03.03.04)
kari-kani: der Traum vom eigenen Verlag
von Andrea Auer
allein
Doppelbett
kalt und gross
Zahnbürste wählt zwischen zwei Bechern
Einzeltisch
mit mehreren Stühlen
"Manchmal muss man weinen, damit der Blick wieder klar für das Wesentliche wird."
So hält Margot S. Baumann, 39, aus Worben Erfahrungen fest. Bringt Erlebtes auf den Punkt, schreibt, was sie berührt, und berührt damit andere. Den Studener Stefan Krebs etwa. Er, "sonst kein Gedichtemensch", wollte daraus gleich ein Buch machen. Die erste Auflage - "Handarbeit!" - war im Nu ausverkauft, Krebs' Appetit geweckt. Im Januar 2003 erschien die zweite Auflage von "Wind und andere Gedichte", erstmals im kari-kani Verlag.
Ausgewählt.
"Im Gegensatz zu neuen Medien bleibt ein Buch ungeachtet der Technik ein Buch, egal, ob es aus dem 19. oder 21. Jahrhundert stammt", schwärmt der Krebs, der seit zwanzig Jahren als Steve Logan Krebs Kurzgeschichten und Romane schreibt. Bis zu drei Stunden braucht der 33-Jährige für die Herstellung eines handgebundenen Buches. "Der Verlag ist ein Hobby, von dem wir zum Glück nicht leben müssen." Ihre Brötchen verdient Baumann bei der reformierten Landeskirche, Krebs arbeitet "80 Prozent für den Bund und die restlichen 120 Prozent für den Verlag".
Um kari-kani (Graugans-Krebs) zu einem Begriff werden zu lassen, besuchten Baumann und Krebs Buchmessen, "auch wenn wir im Tümpel der kleinen Fische ein noch kleinerer Fisch waren". Nun lassen sie ihre Arbeit als Werbung sprechen, veröffentlichen Gedichte auf entsprechenden Websites und machen bei Wettbewerben mit. So wurde Baumanns Gedicht "wohin" von der Nationalbibliothek für deutschsprachige Gedichte in München für den Band "Ausgewählte Werke" übernommen.
Erlebt.
"Egal, ob der Verlag Erfolg hat oder nicht, wichtig ist, dass es die Bücher von Margot Baumann überhaupt gibt", erklärt Krebs, der ihr seinen Roman "Schnee" gewidmet hat. Der Krimi erschien im Oktober auf Deutsch, nachdem Krebs lange nur in Englisch geschrieben hatte. "Ich habe wohl im Kino zu viel Indiana-Jones-Filme gesehen", lacht der langjährige Titelbild-Illustrator des "Film Music Journal" der Swiss Film Music Society.
Das Lektorat seiner Bücher erledigt Baumann. Sie war bereits in der Schule fasziniert von Wörtern und Geschichten und begann früh selber zu schreiben. "Das Übliche: Pubertät, erste Liebe - erste Gedichte." Auch heute findet die begeisterte Golfspielerin und Tolkien-Leserin Ideen für ihre Gedichte im alltäglichen Leben. Mit einem Balladenbuch stiess die Lyrikerin nach ihren ersten beiden Gedichtesammlungen in neue Gefilde vor, entführte ihre Leser in die Welt von Drachen und seltsamen Wassermenschen. Nun erscheint im März ihr neuestes Werk "Gewitter - Gedichte aus der Nebelzone des Lebens", erneut Gedanken einer wachen und modernen Frau, die mit präziser Feder das Leben von seiner melancholischen Seite dokumentiert.
"Ich erhalte erstaunlich viele Rückmeldungen von Teenagern, die schreiben, sie hätten genau das Gleiche erlebt, und mich um Rat fragen." Baumann selber erhält auch oft Ratschläge - unerbeten. "Viele wollen mir helfen, weil sie aufgrund meiner melancholischen Gedichte denken, ich sei eine leidgeprüfte Frau und hätte Schreckliches erlebt. Aber das stimmt nicht!"
Konstruktive Kritik und Hilfe in Form von Buchbestellungen werden hingegen gerne entgegengenommen unter www.karikani.com.
Wynentaler Blatt
Aus dem Leben gegriffenAus dem Leben gegriffen
(Wynentaler Blatt Nr. 27 vom 06.04.04)
von Sabine Bachmann
Margot S. Baumann, geboren und aufgewachsen in Leutwil, hat vor kurzem ein neues Buch veröffentlicht. Die "Gedichte aus der Nebelzone des Lebens" greifen scheinbar Alltägliches in lyrischer Form auf.
saba. Margot S. Baumann wurde in Leutwil geboren und verbrachte da ihre Kindheit. Nach der Bezirksschule, die sie in Seengen besuchte, absolvierte sie im renommierten "Teppich-Hasler" in Aarau eine Lehre als Wohnberaterin. Darauf brach sie auf zu neuen Ufern, um im Welschland während eines Jahres ihre Französisch-Kenntnisse zu vervollständigen, worauf dann eine Ausbildung an einer Handelsschule in Biel folgte. Heute lebt sie zusammen mit ihrer neunjährigen Tochter in Worben bei Biel und arbeitet auf der Verwaltung der reformierten Landeskirche in Bern. Die Liebe zur geschriebenen Sprache begleitete sie seit ihrer Kindheit, und damit ziehen sich ihre Ambitionen für das Schreiben wie ein roter Faden durch ihr Leben. Auf diese Weise verarbeitet sie durchaus persönliche Erlebnisse und Erfahrungen. Mit geschärftem Blick und viel Einfühlungsvermögen pflegt sie ihr Umfeld zu betrachten, welches sie immer wieder thematisch für weitere literarische Höhenflüge inspiriert. Das aufwändige Hobby von Margot S. Baumann erfuhr durch die Bekanntschaft mit dem Verleger Stefan Krebs seine entscheidende Erweiterung. Vorerst beabsichtigte die Lyrikerin lediglich, ihre Texte für ihre Tochter in einem Buch zu vereinen und damit zu erhalten. Als sich dann immer mehr Familienmitglieder, Freunde und Bekannte um ein Exemplar bewarben, war der Gedanke, offiziell an die Öffentlichkeit zu treten, nicht mehr weit.
Teilnahme an bedeutenden Messen
"Gewitter" untertitelt mit "Gedichte aus der Nebelzone des Lebens" heisst ihr viertes Werk, das bald philosophisch, bald humoristisch die Unzulänglichkeiten des menschlichen Daseins im Allgemeinen und persönliche Erlebnisse im Besonderen, beleuchtet. Vor allem angesprochen fühlt sich die jüngere Generation, die in ihren Schilderungen von zwischenmenschlichen Beziehungen ihre eigenen Unsicherheiten widerspiegelt sehen. Auch dieses Jahr wird die Autorin an der Büchermesse in Basel vertreten sein. Ein Meilenstein ihrer Arbeit war die Teilnahme ihres Werkes im Rahmen des schweizerischen Buchhändlerverlags in Frankfurt und Leipzig. Margot S. Baumanns Bücher umfassen Gedichte und Balladen. Für die Zukunft schwebt ihr das Verfassen von Kurzgeschichten vor. Ihre Bände sind erhältlich bei kari-kani Spezialverlag, Hauptstrasse 42, in 2557 Studen oder im regulären Buchhandel.
Berner Zeitung
Sie schreibt Seeländer LyrikSie schreibt Seeländer Lyrik
(Berner Zeitung vom 13.04.04)
Die Lyrikerin Margot S. Baumann und der Kleinstverlag kari-kani sind ein Seeländer Literaturgespann.
von Christophe Pochon
"Die letzte Schlacht" nennt die in Worben lebende Lyrikerin Margot S. Baumann ihre Ballade, die den Auftakt bietet zu einer kleinen Anthologie von Gedichten dieser Art. "Das Balladenbuch" ist bei kari-kani, dem kleinen Seeländer Spezialverlag für handgebundene Bücher, erschienen.
Die Seele ist in Margot Baumanns Poesie sehr gut zu spüren. In "Kinderglück" im Band "Reise und andere Gedichte" scheinen die eigenen Erlebnisse der 1964 in Leutwil im Kanton Aargau Geborenen eingefangen zu sein, hat sie doch nach ihren eigenen Worten eine sehr schöne Kindheit verlebt. "Bunte Murmeln. Glatte Steine. / Schnur aus Perlen. Farbig Glas. (…) Erste Liebe. Barfuss laufen. / Gute Noten. Saure Drops. / Spielzeugläden. Selber kaufen. / Videos und Rumgehops." Doch: "Das Gedicht 'Kinderglück' ist eher für meine Tochter entstanden, die soeben neun Jahre alt wurde. Sie steht jetzt mittendrin. Ich wollte aufschreiben, was für sie jetzt wichtig ist."
Nicht nur autobiografisch
Baumann möchte ohnehin nicht, dass ihre Gedichte alle als autobiografische Momentaufnahmen gedeutet werden ("ich will nicht mein Innerstes nach aussen kehren"); auch Eindrücke nicht nur aus Filmen, sondern auch aus Liedern finden ihren Niederschlag in den Versen. Und wichtig sind in diesem Zusammenhang weiter die Einblicke in Schicksale, die ihr der Beruf in Bern - sie ist zu 60 Prozent Verwaltungsangestellte der Reformierten Kirchen Bern/Jura/Solothurn und führt viele Gespräche mit Pfarrern und Angestellten - gewährt.
Margot S. Baumann hat auch Träume. Beispielsweise jenen, einmal auch einen Roman zu schreiben. "Ein Buch mit einer abgeschlossenen Geschichte." Aber mit Kind und Partner - dem Vater der Neunjährigen - im gemeinsamen Haushalt, mit Hund und Beruf sowie weiteren Hobbys neben dem Schreiben ist sie ausgelastet. Der nächste Schritt ist für sie wohl die Veröffentlichung von Kurzgeschichten.
kari-kani
kari-kani heisst der Kleinverlag im Seeland, der die Bücher von Margot S. Baumann verlegt. Alleininhaber und -betreiber Stefan Krebs erläutert, was der Name heisst: "kari" ist die japanische Bezeichnung für Graugans, "kani" jene für Krebs. Der Titel eines Gedichtes von Baumann und sein eigener Geschlechtsname haben zu kari-kani geführt. Der über Kenntnisse der japanischen Kultur und Sprache verfügende, in der Bundesverwaltung tätige Krebs zügelt seinen Verlag gegenwärtig von Busswil b. Büren nach Studen. Der 34-jährige Verfasser von Romanen, Kurzgeschichten und Novellen hat die Bücher von Baumann, seiner bisher einzigen Fremdautorin, persönlich von Hand gebunden. Er ist auch für die Illustrationen verantwortlich - mit Bleistift und Tusche bisher oder neu auch auf dem Computer gemalt. Bei seinem Schaffen beflügelt ihn die Liebe zum Buch. Er vergiesst Herzblut für kari-kani und über die Rentabilität will er erst später nachdenken.
Bibliografie:
"Wind und andere Gedichte", "Reise und andere Gedichte", "Gewitter - Gedichte aus der Nebelzone des Lebens", "Das Balladenbuch".
Margot S. Baumann
